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IAEA legt Bericht zum Iran vor

adler_01Anfang der Woche hat die Internationale Atom-Energie-Behörde IAEA einen Bericht über das Atomprogramm des Iran herausgegeben. Was viele Geheimdienstler schon seit Jahren zu wissen scheinen, äußert jetzt auch die oberste internationale Atomaufsicht öffentlich: Der Iran arbeitet an einem Atomwaffenprogramm. In der diplomatisch-zurückhaltenden Sprache des Berichts findet sich unter Punkt 53: „Die Behörde ist ernsthaft besorgt über die möglichen militärischen Dimensionen des iranischen Nuklearprogramms.“
Damit steigen die Spannungen in dieser ohnehin schon fragilen Region: Die Anrainerländer des Iran fürchten schon seit langem die Hegemonialbestrebungen der islamischen Republik – würde der Iran die „Bombe“ besitzen, könnten Länder wie Saudi-Arabien ein atomares Wettrüsten in Gang setzen, dass kaum zu stoppen wäre. Sie sähen sich militärisch und politisch im Nachteil und befürchten eine gewisse Erpressbarkeit.
Doch neben diesen mittelfristigen Gefahren ist natürlich vor allem die Reaktion Israels im Fokus der Debatte. Mahmud Ahmadinedschads Drohung, Israel müsse "von der Landkarte" gewischt werden, wird von den Israelis verständlicherweise sehr ernst genommen – zumal Irans Militär versucht, Trägerraketen mit entsprechender Reichweiten wie beispielsweise die vom Typ Shahab 3 zu entwickeln.
Daher kann ich bis zu einem gewissen Grad nachvollziehen, dass Israel die langjährigen diplomatischen Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, den Iran hinsichtlich seines Atomprogramms zum Einlenken zu bringen, skeptisch sieht. Jerusalem warnt seit Jahren, Teheran arbeite an der Entwicklung von Nuklearwaffen und müsse gestoppt werden. Alle diplomatischen Bemühungen und wirtschaftlichen Sanktionen scheinen nicht geholfen zu haben – im Gegenteil: wertvolle Zeit ging verloren. Jetzt scheint der Zeitpunkt gekommen zu sein, an dem Israels Präsident Netanjahu eine militärische Lösung als mögliche Option zu sehen scheint. Er sieht die Gefahr, dass ein zu langes Zögern in dieser zentralen Frage dazu führen könnte, vom Iran vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Die Atomwaffe in der Hand des Irans wäre vor allem für Israel ein Albtraum – einen Atomwaffenangriff auf das verhältnismäßig kleine Israel hätte verheerende Folgen für das kleine Israel und seine Bevölkerung!
 
 
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ZITAT:

Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble am 24. März 2012 in einem Interview mit dem Südwestrundfunk

"Eine nachhaltige Finanzpolitik, die die Schulden reduziert, ist eine Voraussetzung dafür, dass wir nachhaltiges Wachstum, soziale Sicherheit und sichere Arbeitsplätze haben."

 

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